Was ist das überhaupt, ein Skimmer? Unter dem Begriff „Skimmer“ – oder auf Deutsch „Oberflächenreiniger“ – versteht man einen, in der Beckenwand eingebauten und an der Filteranlage angeschlossenen Ansaugkasten. Er ist mit einer schwimmfähigen Einlaufklappe versehen, die sich dem Wasserstand automatisch anpasst. Damit wird das Absaugen der oberflächennahen, am stärksten belasteten Wasserschicht erreicht. Ein Siebkorb im Skimmer schützt die Rohrleitungen gegen Verstopfung durch Laub oder Gegenstände.

Oberflächenabsauger (Skimmer) Anschlüsse für den Sicherheitsüberlauf sowie eine Armatur für die automatische Beckennachfüllung sind meist integriert. Der Saugstutzen im Skimmer kann als Anschluss für einen Beckenbodenreiniger dienen.

Skimmerbecken

Fragt man nach den Vorteilen eines Skimmers gegenüber der Überlaufrinne, so werden sofort die Herstellungskosten genannt, denn die Installation eines Beckens mit Skimmer ist einfacher und die Abdichtung des Beckenkopfes und -umgangs aufgrund des tiefer liegenden Wasserspiegels weniger aufwendig und damit günstiger. Die Liste der Nachteile gegenüber Becken mit Überflutungsrinne ist dafür länger:

 

  • Die Absaugfläche ist erheblich kleiner. Beispiel: Bei einem Becken in der Größe 8 x 4 m und rings umlaufender Überflutungsrinne hat man eine Überlaufkante von ca. 24 m. Bei Becken dieser Größe mit Skimmer beträgt die Absaugfläche 25 bis 30 cm (Breite der Einlaufklappe)! Damit wird klar, dass die Belastungsstoffe gegenüber dem Becken mit Rinne weniger schnell ausgetragen werden. Es ist natürlich als Schwimmer unangenehm, auf der Wasseroberfläche Schmutz treiben zu sehen, vor allem wenn dieser nicht schnell zum Skimmer abtransportiert wird. Die Anordnung der Einlaufdüsen spielt hierbei zusätzlich eine wichtige Rolle.
  • Bei tief liegendem Wasserspiegel werden die Wellen – besonders bei kleinen Becken – stärker reflektiert. Das Schwimmen ist dadurch weniger angenehm.
  • Bei Skimmerbecken bildet sich leicht ein Schmutzrand auf Höhe der Wasserlinie, der weggeputzt werden muss. Dazu wird der Wasserspiegel abgesenkt und gleichzeitig muss darauf geachtet werden, dass keine Reinigungsmittelreste ins Beckenwasser gelangen, da sie die Aufbereitung empfindlich stören. Ein Schmutzrand lässt sich durch lange Filterlaufzeiten, automatische Überwachung und Regelung des pH-Werts sowie gute Desinfektion des Badewassers reduzieren.
  • Durch den tiefer liegenden Wasserspiegel ist für den Schwimmer die Sicht nach allen Seiten eingeschränkt.

Dies heißt aber nicht, dass der Skimmer generell verteufelt werden sollte. Er ist für das private Schwimmbad eine preiswerte und akzeptable Lösung, sowohl in finanzieller als auch baulicher Hinsicht. Aber dies ist auch klar: Das Becken mit Überflutungsrinne ist die bessere Lösung.

Überlaufbecken

  • Bei der Überflutungsrinne – sofern diese richtig gebaut ist und die Abweichungen aus der Waagrechten nicht mehr als +/- 2 mm betragen – ist ein rascher Schmutzaustrag und eine gute Oberflächenreinigung sichergestellt.
  • Das Becken wirkt größer. Der Badende hat Sicht nach allen Seiten, die Wellen werden nicht reflektiert.
  • Es kann sich kein Schmutzrand bilden.

 

Allerdings ist der Bau eines Beckens mit Überflutungsrinne plus dazugehöriger Technik (Rinnenabläufe, Sammelleitung und Schwallwasserbehälter) teurer als ein Becken mit tief liegendem Wasserspiegel. Und da der Beckenumgang in Höhe des Wasserspiegels, das Mörtelbett für die Fliesen aber unter Niveau des Wasserspiegels liegt, sind eine Fußbodendichtung und Kapillar brechende Maßnahmen erforderlich.

Zu erwähnen sind auch tief liegende Überflutungsrinnen: Sie haben ebenfalls den Vorteil des raschen, allseitigen Schmutzaustrags, die Sicht für die Badenden ist aber begrenzt und die Wellenreflexion in viel geringerem Maße gebremst. Dafür sind die Maßnahmen für die Abdichtung des Beckenkopfes und des Umgangs einfacher und weniger kostenaufwendig. Im Privatbereich trifft man auch auf Schwimmbecken mit teilweise umlaufender Überflutungsrinne. Dabei muss aber der Teil der Beckenwand ohne Rinne entsprechend über dem Wasserspiegel hochgezogen werden. Dort bildet sich unter Umständen ein Schmutzrand, und die Wellen werden von diesem Bereich reflektiert.